BVT kritisiert Maut-Pläne

12.05.2016 15:17

Die vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf Lkw-Maut für eine Lkw-Maut auf Bundesstraßen sowie Pläne, die Maut auch auf Kleinlaster auszudehnen, hat der Bundesverband der Transportunternehmen (BVT) als weiteren „Schlag in das Gesicht der gesamten Branche“ genannt. Die Vorsitzende des BVT, Dagmar Wäscher, sagte die Modernisierung der Straßen werde wieder mal vom Güterkraftverkehr finanziert: „Die Transportunternehmen als Melkkuh ist möglicherweise eine populäre Politik, aber ungerecht“. Bereits jetzt betrage das Gesamtabgabevolumen des Straßenverkehrs für Maut, Kfz-Steuer und Mineralölsteuer in Höhe von rund 53 Milliarden Euro um ein vielfaches höher als das Investitionsvolumen des Bundes für Straßen.

"Grundsätzlich ist dagegen nichts zu sagen, Ausweichverkehre auf Landstraßen per Maut zu verhindern - wenn es eine ausreichende Kompensation für die Transportunternehmen gibt", meint Wäscher. Dies sei aber nicht der Fall. Auch die Pläne für eine Kleinlaster-Maut sieht der BVT kritisch. „Hier vergreift sich die Politik wieder einmal hauptsächlich an den ganz Kleinen, ohne einen entsprechenden Ausgleich zu bieten“, so die Verbandschefin.

Der BVT vertritt vor allem kleinere und mittlere Transportunternehmen und damit die Interessen des „letzten Gliedes“ der logistischen Kette.

Kontakt: BVT, Dagmar Wäscher, Tel. 0231/236691, eMail: info@bvtev.de

Zurück