BVT zur “Road Initiative”

08.06.2017 18:07

Der Bundesverband der Transportunternehmen (BVT) hat die “Road Initiative” der EU als wichtigen Schritt zu einer europäischen Harmonisierung der Verkehrswirtschaft begrüßt, aber besonders Kosten und Verwaltungsaufwand einzelner Regelungen kritisiert. Der Verband begrüßt die Ausweitung des Geltungsbereichs des Güterverkehrs auf Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen. “Dies ist ein wichtiger Beitrag für gleiche Bedingungen in der gesamten EU”, so die BVT-Vorsitzende Dagmar Wäscher. Der Verband sieht im Versuch, Briefkastenunternehmen zu verhindern, einen wichtigen Ansatz auch gegen Lohndumping. Die Erweiterung des ERRU-Registers entspreche ebenfalls den Vorstellungen des Verbandes. Der BVT fordere aber, es müssten, aus Datenschutzgründen mehr Details gelöscht werden müssen. Neue Kriterien für eine Niederlassung der Untenehmen lehnt der Verband ab, weil dies den Verwaltungsaufwand der Unternehmen erhöhe. Im Hinblick auf wöchentlichen Ruhezeiten befürchtet der BVT eine Beweislastumkehr. “Wenn der Ehepartner zuhause schriftlich bestätigen muss, dass der Fahrer zuhause geschlafen hat ginge das weit”, meint Wäscher. Zudem vermisst der BVT eine klare und nachprüfbare Kabotageregelung, wie die vom UETR favorisierte 3-Tage-Regelung.

Der BVT vertritt vor allem kleinere und mittlere Transportunternehmen und damit die Interessen des „letzten Gliedes“ der logistischen Kette.

Kontakt: BVT, Dagmar Wäscher, Tel. 0231/236691, eMail: info@bvtev.de

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